Praktische Infos
Zahlreich sind die Paare, Familien oder Freunde, die den EuroVelo 6 in Angriff nehmen. Und das Vergnügen beginnt schon mit der Vorbereitung. Damit keine Wünsche unerfüllt bleiben, bietet der EuroVelo 6 verschiedene Möglichkeiten, diese Reise zu gestalten.
Unbesorgt Grenzen überqueren
Der EuroVelo 6 führt durch zahlreiche europäische Länder mit unterschiedlichen Ein- und Ausreisebedingungen. Für die Länder der Europäischen Union, die Teil des Schengenraumes sind (Frankreich, Österreich und Deutschland), genügt ein gültiger Reisepass. Bürger der Europäischen Union können mit einem gültigen Reisepass auch in die Schweiz einreisen. Nicht alle Grenzübergänge in die Schweiz sind rund um die Uhr geöffnet. Informieren Sie sich deshalb vorab über die Öffnungszeiten (www.admin.ch).
Für der EU neu beigetretene Länder wie Bulgarien und Rumänien reicht theoretisch ein Personalausweis für die Einreise. Überprüfen Sie dies aber eventuell vor Ihrer Abfahrt. Für Beitrittskandidaten wie Kroatien und Serbien genügt EU-Bürgern (bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen) ein gültiger Reisepass. Achten Sie aber darauf, ihn bei jeder erneuten Einreise in das Land abstempeln zu lassen. Die Grenzübergänge sind auf Straßenkarten markiert.
Nicht-EU-Bürger müssen sich unbedingt über die Einreisebedingungen in die osteuropäischen Länder und in die Schweiz informieren. Für die Einreise in die EU ist ein Schengen-Visum, das von einem der Mitgliedsländer ausgestellt wurde, auch für die anderen gültig, und das für einen Zeitraum von drei Monaten.
Der Intermodal-Verkehr: ein Vorteil auf der Route

Die Partner der EuroVelo-Routen haben sich in Sachen Transport auf zwei Hauptziele konzentriert: die Möglichkeit, mit seinem Fahrrad zum Startpunkt zu gelangen und am Ende der Reise zu diesem zurückzukehren, sowie die Möglichkeit, bestimmte Streckenabschnitte mit öffentlichen Transportmitteln (Zügen, Schiffen oder Bussen) zurückzulegen, die dem Routenverlauf folgen. Die Situation variiert noch stark von einem Land zum anderen, und selbst innerhalb eines Landes ist die Lage nicht unbedingt homogen. Die Länder, in denen die Intermodalität (Zug, Schiff und Fahrrad) am weitesten entwickelt ist, sind Deutschland, die Schweiz und Österreich und damit die Länder, die auf die längste Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken können und ihre öffentlichen Verkehrsmittel an die Bedürfnisse von Radreisenden anzupassen gewusst haben.
Die Situation tendiert jedoch dazu, sich in den deutschen Fernzügen zu verschlechtern. In Frankreich ist die SNCF darum bemüht, ihr Bahnangebot fahrradfreundlicher zu gestalten, sodass sich die Lage allmählich verbessert. In zahlreichen Corail-, TGV- und Regionalzügen können Fahrräder mittlerweile als Handgepäck mitgenommen werden. Die Reservierung für Fahrräder bleibt in TGVs und Corail-Téoz-Zügen sowie in Lunéa-Nachtzügen obligatorisch und kostenpflichtig. In den anderen Zügen muss man sein Fahrrad weiterhin auseinandernehmen und in eine spezielle Tasche oder Schutzhülle packen.
Weitere Informationen zum Intermodal-Verkehr sind auf den Websites der jeweiligen Eisenbahngesellschaften zu finden. Auch in Ungarn und in der Slowakei ist der Fahrradtransport im Zug auf einigen Linien möglich. Die Bikeline-Führer enthalten ebenfalls vollständige Informationen zum Transport mit der Bahn und mit dem Schiff.
Egal in welchem Land Sie unterwegs sind, die beste Website, um Züge auszuwählen, in denen der Transport von Fahrrädern erlaubt ist, ist die Website der Deutschen Bahn (www.bahn.de). Sie steht auf Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch zur Verfügung.
Alle Websites der jeweiligen nationalen Eisenbahngesellschaften bieten spezifische Seiten zum Thema Fahrradtransport.
Unterkunft und Verpflegung finden

Eines der Ziele des EuroVelo 6 ist es, Gastbetriebe entlang der Route für den Empfang von Radreisenden zu sensibilisieren und die Gründung von Unterkunftsmöglichkeiten dort zu fördern, wo sie noch Mangelware sind. Auch wenn einige Länder wie die Schweiz, Deutschland und Österreich absolut beispielhaft sind, was die Qualität und die Vielfalt der Unterkünfte betrifft, und auch Kroatien und Serbien ein Netzwerk freundlicher Unterkünfte für Radreisende aufbauen, gibt es in Frankreich, Ungarn, Bulgarien und Rumänien noch Nachholbedarf.
Im Allgemeinen gibt es Unterbringungen für jedes Budget:
Campingplätze :
Sie sind am weitesten verbreitet und am günstigsten. Es gibt sie in allen Kategorien, vom Fünfsterne-Campingplatz mit Swimmingpool und Animationen bis hin zum kleinen städtischen Zeltplatz. Campingplätze mit dem Label „Accueil Vélo“ bieten einen Unterstand für Zweiräder, eine Waschecke und eine Werkstatt für kleine Reparaturen.
hotels :
Auch Hotels können dieses Label besitzen und bieten in dem Fall die gleichen Leistungen für Radfahrer wie die oben genannten Campingplätze.
Privatunterkünfte:
Sie variieren von einem Land zum anderen. In Frankreich sind Gästezimmer (chambres d’hôtes) und Wanderhütten (gîtes d’étapes) bei Radreisenden beliebt. In der Schweiz bieten Bauernhöfe mit dem Label „Schlaf im Stroh“ Reisenden eine Schlafgelegenheit in der Scheune (für einen etwas höheren Preis stehen auch Zimmer zur Verfügung). Die deutschen und österreichischen Gasthöfe sind in der Regel sehr einladend und bieten Übernachtungen inklusive Frühstück. Freundlich und oft unvergesslich ist der Empfang in Privatunterkünften in Serbien und Kroatien.
Die Preise variieren von Land zu Land: In der Schweiz sind sie am höchsten, in Rumänien am günstigsten.
Karten und topoführer
>> Siehe Karten und Reiseführer von den Bühnen der EuroVelo6


